Pumpenwellenleistung berechnen.
Hydraulische Leistung, benötigte Wellenleistung und eine frei gewählte Leistungsreserve aus dem Betriebspunkt abschätzen.
Hydraulische Leistung und Wellenleistung
Der Förderstrom, die Förderhöhe und die Mediumdichte bestimmen die an die Flüssigkeit übertragene hydraulische Leistung. Mit dem Gesamtwirkungsgrad der Pumpe folgt daraus die benötigte mechanische Leistung an der Pumpenwelle.
Phyd = ρ · g · Q · H
PWelle = Phyd / η
Pmit Reserve = f · PWelle
Intern: ρ in kg/m³, Q in m³/s, H in m und g = 9,80665 m/s². Die Leistung ergibt sich zunächst in Watt und wird als kW sowie ergänzend als mechanical horsepower (hp, nicht PS) ausgegeben.
Was bedeutet das für die Motorauswahl?
Der Reservefaktor ist eine projektabhängige Eingabe. Ein pauschaler Zuschlag ist kein vollständiger Auslegungsnachweis. Entscheidend sind außerdem die größte Leistungsaufnahme im vorgesehenen Betriebsbereich, Anlauf, Übertragungselemente, Betriebsart, Frequenzumrichter, Kühlung und Herstellerangaben.
Die Wellenleistung ist nicht die elektrische Aufnahmeleistung des Motors. Für diese sind zusätzlich Motor- und gegebenenfalls Umrichterwirkungsgrad zu berücksichtigen. Die Ergebnisgröße mit Reserve ist noch keine Auswahl einer normierten Motorbaugröße.